September 2008: Portfolio und E-Portfolio – “Keine Methode, sondern eine Einstellung!”
Portfolioarbeit "ist keine Methode, sondern eine Einstellung", sagt Dr. Ilse Brunner, Mitherausgeberin des "Handbuch Portfolioarbeit". Diese Ausgabe der Themenwochen Online-Lernen stellt Ihnen Bedeutung, Vorgehen und Beispiele für kompetenzorientiertes Arbeiten mit Portfolios und E-Portfolios vor!
Portfolio und E-Portfolio: Das Wichtigste in Kürze
Was ist eigentlich ein Portfolio? Wie schaut so etwas aus und was ist daran so gut? Wir haben die fünf wichtigsten Fragen in aller Kürze beantwortet!
E-Portfolio: “Behälter” mit vielen Möglichkeiten
Wer mit Computer und Internet arbeitet, weiß, dass sich die neuen Medien hervorragend für die Portfolioarbeit nutzen lassen. Was braucht man für ein E-Portfolio? Julia Born nennt zentrale Aktivitäten, die unterstützt werden müssen, Klaus Himpsl beschreibt technische Anforderungen, die für Portfolioaktivitäten gebraucht werden.
Kompetenzorientiert unterrichten: Sich an den Stärken orientieren
Portfolioarbeit bietet die Chance zu einem Perspektivwechsel: Die Stärken unserer Schülerinnen und Schüler finden und darauf aufbauen. Das Portfolio füllt sich, mit dem, was die Jungen und Mädchen in Sprachen, in Mathematik – oder auch Religion – entwickeln und erarbeiten. Das weckt Stolz und Selbstbewusstsein.
Selbstwirksamkeit und Verantwortung für das eigene Lernen fördern
Kinder freuen sich auf die Schule. Der erste Schultag ist Höhepunkt ihres kleinen Lebens. Wie gelingt es uns, diese Freude und Neugier zu erhalten? Wie können wir ihnen vermitteln, dass sie wichtige Dinge lernen und dass sie für eine gute Zukunft gebraucht werden? Verantwortung und Selbstwirksamkeit sind Schlüsselwörter. Portfolioarbeit hilft, beides zu fördern.
“Going global”: Was brauchen Kinder für die Zukunft?
Zukunftsforscher sagen, dass sich Prioritäten und Unterrichtsstrategien an Schulen und Universitäten ändern müssen, damit unsere Jugend eine Zukunft hat. Mit Portfolioarbeit gelingt es, neue Lernwege zu öffnen. Die Rolle als Lehrerin und Lehrer kann so mehr erfüllend werden.
Zukunftsweisend: Initiativen der EU
Europaweit sind Portfolios im Bildungsbereich im Kommen. Das hängt auch mit Initiativen der EU zusammen: Lebenslanges Lernen soll gefördert und Qualifikationen über Ländergrenzen hinweg anerkannt werden. Klaus Himpsl gibt Einblick in die EU-Initiativen "ePortfolio for all", Europäischer Qalifikationsrahmen und Europass.
Unterrichtspraxis: Denn Fehler machen klug
Den Einzelnen fördern heißt nicht, alles toll finden. Im Gegenteil: Portfolioarbeit fordert Qualität, insbesondere, wenn etwas zur Veröffentlichung freigegeben wird. Dabei gilt es, den richtigen Umgang mit Fehlern zu finden – und den richtigen Zeitpunkt, wann sie korrigiert werden!
Unterrichtspraxis: Begriffe und Regeln bilden – Denkkonzepte entwickeln
In Sprache und Denkstrukturen heimisch zu werden, ist eine große Leistung, die von Heranwachsenden gefordert ist. Wir können sie dabei gezielt unterstützen. Das Portfolio dokumentiert das Erreichte und den Kompetenzzuwachs der Kinder. Das macht stolz und motiviert zu weiterem, begeistertem Einsatz!
Wo geht die Reise hin? Lernziele festlegen und Erreichtes bewerten
Bestimmte Lerninhalte scheinen uns völlig selbstverständlich. Doch Lernende müssen sich bewusst sein, warum sie das lernen sollen und wozu es gut ist. Gemeinsam erstellte Raster helfen dabei, den Wert einer Aufgabe zu erkennen und zu einer korrekten Selbsteinschätzung zu gelangen. Im Portfolio werden Bemühungen, Fortschritte und Leistungen sorgfältig dokumentiert.