Februar 2010: Von 1 bis 6? Wertschätzen oder bewerten – Noten und mehr
Noten und Schule scheinen zusammen zu gehören. Doch wenn es um Anerkennung und Förderung geht, sind neue Formen der Bewertung gefragt. Die neue Ausgabe der Themenwochen Online-Lernen fragt, wie sich (Religions-)Unterricht und Benotung vertragen. Außerdem: Alternative Formen der Bewertung und hilfreiche Online-Werkzeuge!
Wertschätzen oder bewerten? – “Leisten ist Handeln in Beziehung”
Wenn Leistung gelingt, zeigen Lernende, was sie können. Sie erfahren Bestätigung und Ermutigung. Gute Aufgabenstellungen sind Anwälte der Freiheit von Lernenden. Acht Thesen von Markus Tomberg, wie Leistungsbewertung Schülerinnen und Schüler stärker macht – in Schule und Religionsunterricht.
Von 1-6? Leistungsbewertung im Dilemma – Lernforschung und Trends
Zuhören, abschreiben, auswendig lernen – das reichte früher, um gute Noten zu bekommen. Doch die beruflichen Anforderungen haben sich gewandelt. Selbstständiges Denken und eigenverantwortliches Handeln ist gefragt. Dazu müssen wir Heranwachsende bei ihren Lernprozessen konstruktiv begleiten. Solche Verfahren haben übrigens den wirksamsten Effekt auf die Lernleistungen.
Wertschätzen oder bewerten? Folgerungen für einen religionspädagogischen Leistungsbegriff
Wenn sich Religion auf Selektion reimt, ist das Anlass, über den Leistungsbegriff nachzudenken. Markus Tomberg untersucht Inhalte und Aufgabenstellungen des Religionsunterrichts und bezieht dabei ausdrücklich die am Unterricht Beteiligten ein. Denn: Im religionspädagogischen Kontext steht Leistung in einem unaufhebbaren Spannungsverhältnis zu Glaube und Rechtfertigung.
Den Lernenden gerecht werden – Checkliste Beurteilungspraxis
Den Schülerinnen und Schülern gerecht werden und fair beurteilen – das will jede Lehrkraft. Diese Checkliste hilft Ihnen, Ihre Beurteilungspraxis weiter zu entwickeln und den Beurteilungsprozess zu stabilisieren. Einiges gehört sicher bereits zu Ihrer Unterrichtspraxis. Manche Anregungen und Ideen können Sie längerfristig und in Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen angehen!
Grundschule: SchülerInnen gleichberechtigt an der Notengebung beteiligen
Als Lehramtsanwärterin startete Bettina Ramor den Versuch, ihre ViertklässlerInnen an der Notengebung im Religionsunterricht zu beteiligen. Heute, zehn Jahre später, ist sie Grundschullehrerin und sagt: "Eine würde- und respektvolle Zusammenarbeit bei der Leistungsbeurteilung bereichert die SchülerInnen und mich."
Noten und mehr: SchülerInnen bewerten sich gegenseitig
Schülerarbeiten werden in der Regel vom Lehrer gelesen, benotet und … archiviert. Das war’s! Dabei sind es viele Schülerarbeiten wert, auch von anderen gelesen und überdacht zu werden. So gewinnen Klassenarbeiten einen deutlichen Mehrwert. Also: Warum die Jungen und Mädchen nicht an Bewertung und Benotung beteiligen – und einen dynamischen, gemeinsamen Lernprozess anstoßen!
Lernende bewerten sich gegenseitig – Das sagen die SchülerInnen selbst dazu
Lernen Lernende durch Bewerten? Jean-Louis Gindt ist als Lehrkraft fest davon überzeugt. Doch wie denken die jungen Menschen darüber? Hier kommen seine Schülerinnen und Schüler zu Wort!
Wertschätzen: Kinder, Eltern und Lehrkräfte im KEL-Gespräch
"Die Lehrer waren stolz auf mich. Sie haben gesagt, dass ich mich sehr bemühe. Da war meine Mutter auch stolz auf mich." – So die Rückmeldung eines Schülers zum KEL-Gespräch. Die Gesprächsrunde aus Kind, Eltern und Lehrkräften der Hauptfächer ersetzt an der Schule von Anita Hollauf die üblichen Elternsprechtage.
Mit dem Kompetenzraster selbstverantwortlich lernen und eigene Leistung wertschätzen
Wenn Lernende aktiv werden sollen, brauchen sie dafür einen guten Grund: Sie müssen wissen, wozu das gut ist, was sie tun und leisten sollen. Das ist die Stärke von Kompetenzrastern: Sie zeigen schlüssig und überzeugend, warum sich Lernen und Arbeiten lohnen!